Unabhängiges Wissensportal rund um Möbel nach Maß
Fachlexikon Möbelbau

Fachbegriffe rund um Möbel nach Maß verständlich erklärt

Kurze, klare Definitionen aus der Möbelbaupraxis. Das Lexikon hilft beim Lesen von Angeboten, bei der Planung und beim Gespräch über individuelle Möbel.

Kurz erklärt: Das Möbelbau Lexikon sammelt zentrale Begriffe aus Planung, Konstruktion, Werkstoffen, Beschlägen und Montage. Die Definitionen dienen der Orientierung und werden bei Bedarf mit den ausführlichen Ratgeberseiten des Portals verknüpft.
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ABS-Kante

Kunststoffkante, die auf die Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte aufgebracht wird. Sie schützt die Plattenkante und bildet den sichtbaren Abschluss.

Aufmaß

Erfassung aller für Planung und Fertigung relevanten Maße vor Ort. Dazu gehören nicht nur Breite und Höhe, sondern auch Winkel, Unebenheiten und Anschlusssituationen.

Aufschlag

Beschreibt bei Möbeltüren, wie weit eine Front die Korpusseite oder Mittelseite überdeckt.

Blende

Sichtbares Passstück zwischen Möbel und Wand, Decke oder angrenzendem Bauteil. Blenden gleichen Toleranzen aus und schaffen einen sauberen Anschluss.

Dekorplatte

Holzwerkstoffplatte mit werkseitig aufgebrachter dekorativer Oberfläche, häufig auf Spanplattenbasis.

Drehtür

Möbeltür, die über Scharniere seitlich am Korpus angeschlagen ist und in den Raum aufschwenkt.

Exzenterverbinder

Lösbarer Möbelverbinder, bei dem ein Exzenter einen Bolzen anzieht und Bauteile zusammenzieht.

Furnier

Dünne Schicht aus echtem Holz, die auf einen Trägerwerkstoff aufgebracht wird. So lässt sich eine echte Holzoberfläche mit einem formstabilen Träger kombinieren.

Fugenbild

Anordnung, Breite und Verlauf sichtbarer Fugen zwischen Fronten, Seiten und anderen Bauteilen. Ein ruhiges Fugenbild prägt die Gesamtwirkung eines Möbels.

Griffleiste

Profil oder eingefräste Griffmöglichkeit, über die eine Front ohne aufgesetzten Einzelgriff bedient wird.

HPL

High Pressure Laminate. Ein unter hohem Druck hergestellter Schichtstoff, der als robuste Oberfläche auf Trägerplatten eingesetzt wird.

Korpus

Tragender Grundkörper eines Schrankes oder Möbels, meist aus Seiten, Boden, Oberboden, Rückwand und gegebenenfalls Mittelseiten.

Korpustiefe

Tiefe des Möbelkorpus ohne oder je nach Planung mit Front. Sie ist nicht automatisch identisch mit der nutzbaren Innentiefe.

Lichte Breite

Tatsächlich freie Breite innerhalb eines Faches oder zwischen zwei Bauteilen.

Lichte Höhe

Tatsächlich nutzbare freie Höhe innerhalb eines Fachs oder einer Öffnung.

Massivholz

Holzbauteil, das durchgehend aus gewachsenem Holz besteht und nicht nur eine Echtholzdeckschicht besitzt.

MDF

Mitteldichte Faserplatte. Homogener Holzwerkstoff mit feiner Oberfläche, der sich unter anderem gut für lackierte Möbelteile eignet.

Melaminharzbeschichtung

Direkt auf eine Holzwerkstoffplatte aufgebrachte, widerstandsfähige Dekoroberfläche für Möbel.

Mittelseite

Senkrechtes Korpusbauteil innerhalb eines Möbels, das Fächer trennt und Böden, Beschläge oder Fronten aufnehmen kann.

Montagetoleranz

Bewusst vorgesehener Spielraum, damit ein Möbel trotz kleiner Abweichungen von Wand, Boden oder Decke montiert und ausgerichtet werden kann.

Multiplex

Mehrlagige Sperrholzplatte aus kreuzweise verleimten Furnierlagen. Die sichtbaren Schichten an der Kante sind charakteristisch.

Nischenmaß

Vor Ort gemessenes Maß einer baulichen Öffnung. Für Maßmöbel muss es an mehreren Stellen geprüft werden.

Passleiste

Anpassbares Bauteil zwischen Möbel und angrenzender Wand oder einem anderen Bauteil. Es kann vor Ort an unregelmäßige Anschlüsse angepasst werden.

Plattenstärke

Dicke eines plattenförmigen Werkstoffs. Die Wahl hängt von Konstruktion, Spannweite, Belastung, Beschlag und Gestaltung ab.

Push-to-open

Öffnungsmechanik, bei der eine grifflose Front durch Druck entriegelt beziehungsweise aufgestoßen wird.

Rastermaß

Planungsmaß, mit dem Höhen oder Positionen in wiederkehrenden Abständen organisiert werden, etwa bei Fachböden oder Beschlägen.

Rückwand

Hinteres Bauteil eines Korpus. Sie schließt das Möbel ab und kann je nach Konstruktion auch zur Aussteifung beitragen.

Schiebetür

Front, die beim Öffnen seitlich entlang einer Führung verschoben wird und deshalb keinen Schwenkraum vor dem Möbel benötigt.

Sichtrückwand

Rückwand, die bewusst sichtbar bleibt und deshalb gestalterisch wie eine Oberfläche des Möbels behandelt wird.

Sockel

Unterer Bereich eines Möbels, der den Korpus vom Boden absetzt und Höhenunterschiede sowie technische Anforderungen aufnehmen kann.

Sockelblende

Sichtbare Verkleidung vor dem Sockelraum eines Möbels.

Softclose

Dämpfungssystem, das Türen oder Auszüge vor der Endposition abbremst und kontrolliert schließen lässt.

Spanplatte

Holzwerkstoff aus verleimten Holzspänen. Beschichtete Spanplatten sind ein verbreiteter Werkstoff im Möbelbau.

Topfband

Verdecktes Möbelscharnier mit einem in die Tür eingelassenen Topf. Es lässt sich in mehreren Richtungen einstellen.

Trägerplatte

Plattenwerkstoff, auf den eine Oberfläche wie Furnier, HPL oder eine andere Deckschicht aufgebracht wird.

Vollauszug

Auszugbeschlag, bei dem eine Schublade weitgehend vollständig aus dem Korpus herausgezogen werden kann.

Wandanschluss

Übergang zwischen Möbel und Wand. Er muss Toleranzen, Sockelleisten, Unebenheiten und die gewünschte Optik berücksichtigen.

Werkstoff

Material, aus dem ein Möbelbauteil hergestellt wird, beispielsweise Massivholz, MDF, Spanplatte oder Multiplex.

Zarge

Rahmenförmiges Bauteil. Im Möbelbau kann der Begriff je nach Konstruktion etwa seitliche oder verbindende Rahmenteile bezeichnen.

Zwischenboden

Waagerechtes Korpusbauteil, das Bereiche trennt und je nach Konstruktion fest eingebaut oder verstellbar sein kann.

Praxiswissen vertiefen

Begriffe erklären die Bauteile. Wie Passleisten, Montagetoleranzen, schiefe Wände oder große Fronten in der Praxis zusammenwirken, zeigt der Bereich Wissen aus der Schreinerei.

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