Dachschräge richtig ausmessen

Die Schräge als Geometrie erfassen
Für einen Schrank unter der Dachschräge ist entscheidend, wo die Schräge beginnt und wie sie über die Tiefe verläuft. Ein einzelner Winkelwert hilft nur dann, wenn Wände und Decke tatsächlich geradlinig sind. In Bestandsgebäuden lohnt es sich daher, mehrere Höhenpunkte aufzunehmen.
Kniestock und nutzbare Zonen
Niedrige Bereiche unter der Schräge eignen sich eher für Schubkästen, Schuhe, Bettwäsche oder selten genutzte Dinge. Höhere Zonen können Kleiderstangen und normale Schrankfächer aufnehmen. Das Aufmaß sollte deshalb schon mit der späteren Nutzung verbunden werden.
Frontart früh mitdenken
Drehtüren lassen sich oft gut an schräge Konturen anpassen. Schiebetüren können bei wenig Platz vor dem Schrank interessant sein, benötigen aber geeignete gerade Führungsbereiche. Klappen oder offene Fächer können in sehr niedrigen Zonen sinnvoller sein.
Nicht von einer perfekten Dachfläche ausgehen
Verkleidete Dachflächen können Wellen oder kleine Knicke besitzen. Auch der Boden kann aus dem Niveau laufen. Für eine saubere Anschlussplanung sollten die Maße daher nicht nur an einer einzigen Linie aufgenommen werden.
Planungscheck auf einen Blick
| Prüfpunkt | Darauf kommt es an |
|---|---|
| Kniestock | Höhe und Verlauf entlang der Wand erfassen. |
| Schräge | Mehrere Höhenpunkte statt nur eines Winkels messen. |
| Tiefe | Vorn und hinten auf Abweichungen prüfen. |
| Nutzung | Hohe und niedrige Zonen passend belegen. |

Fazit
Für eine Dachschräge reichen Breite und Höhe nicht aus. Kniestockhöhe, Verlauf der Schräge, Tiefe und Wandabweichungen müssen gemeinsam aufgenommen werden. Ein guter Entwurf verbindet deshalb Maße, Nutzung, Werkstoff und Beschläge zu einer gemeinsamen Lösung, statt einzelne Richtwerte isoliert zu übernehmen.
Bei einer Dachschräge kommen Winkel, Kniestock und häufig ungerade Wandanschlüsse zusammen. Beispiele für solche Raumsituationen zeigen die Dachschrägenschränke der Schreinerei Reinhardt.